Die Heandband ist eine langsam keimende Sorte. Keimlinge können durchaus 7-14 Tage benötigen, bis sie das Licht der Welt erblicken. Die Samen wurden wie auch bei allen anderen Sorten mit Liebe und Achtsamkeit von Hand ausgelesen, gezählt und auf eine gute Ausreifung geprüft. Dennoch kann die Keimquote unter 100% liegen. Dies kann durchaus auf den Stammbaum zurückzuführen sein, da viele Vorfahren durch Hermaphroditismus entstanden sind. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, die weiblichen Pflanzen besonders im unteren Teil nach männlichen Geschlechtsmerkmalen regelmäßig zu untersuchen.
Wer kein erfahrener Grower ist oder mit Rückschlägen nicht klarkommt, sollte diese Sorte nicht erwerben oder kultivieren!
Auf der mütterlichen Seite dieser Kreuzung haben wir ein Kosher (OG) Kush, welches von Crockett stammt und unter DNA Genetics vertrieben wurde. Es ist ein Kosher x OG Kush, weshalb es sowohl als Kosher OG als auch Kosher Kush bekannt ist.
Auf der väterlichen Seite haben wir ein True D(iesel) F2 Männchen, welches eine eigens kreierte Sorte meinerseits ist.
Wenn es sich um Diesel dreht, streiten sich wahrscheinlich die Geister. Ist es nun vom Chem oder OG? Beides hat unterschiedliche Herkunft aber wurde später in Hybrid Form auf den Markt gebracht, weshalb viele Leute „Gas“ oft mit OG assoziieren—obwohl Diesel bzw. Sour Diesel, aus dem berühmten Chemdog von Greg Karzanowski (@chemdog_glass) entstand.
Vielleicht sollte ich hier an dem Punkt nochmal kurz auf den Stammbaum der „True D“ eingehen.
Das ganze „Name Game“ ist immer sehr komplex, so wie gewisse Hintergrundgeschichten zu entschlüsseln, aber ich geb mein Bestes, um euch etwas mehr Klarheit und Transparenz zu verschaffen.
Offizieller Name auf dem JungleBoys Pack:
Topanga Canyon x Mike Larry — jedoch auch als „Jungle Fuel“ bekannt.
Diese Kreuzung wurde dann noch mit meinem von mir selbst selektierten Sour Kosher Männchen bestäubt, woraus dann wiederum die „True D“ (Jungle Fuel x Sour Kosher) entstand. Zum Sour Kosher erzähl ich im späteren Verlauf etwas mehr.
Kurzfassung: Es ging darum, alles an Sour, Chem, OG, Kosher/Headband zu vereinen, mit der Prise an „Newschool“ vom Gelato, um die Blütezeit zu verkürzen, eine festere Struktur zu bekommen sowie eine Sorte, welche sich gut weiterverarbeiten lässt—z.B. zu Sift, Bubble Hash oder Rosin, da OG & Sour nicht gerade die ertragreichsten „dumper“ sind.
Zum Topanga Canyon. Was ist das?
Laut JJ Crossen (@justjjworldwide), der mir damals die Samen gegeben hat, und nach Rücksprache mit Ivan (@JungleBoys) handelt es sich um eine OG Kush. Hmm… Nicht wirklich befriedigend. Also nochmal bei @Skunkmasterflex1 nachgefragt, da es eine Kollaboration zwischen JungleBoys und ihm war und als Antwort erhalten: „Topanga Canyon ist ein Pure Kush Cut. […] Niemand weiß genau was das Pure Kush ist. Es ist mit in derselben Familie wie OG und Triangle Kush aber alle sind verschieden.“
Die meisten kennen OG von Josh D (@therealogkushstory), Kenji (@killdrama) und Matt Buba (@theebubakush) welches durch @breal von @CypressHill so richtig bekannt wurde. Die Band kreierte den Hype.
Das Triangle Kush kommt wiederum von Marty (@origins_tk_og).
Fletch von @ArchiveSeeds hat in einen seiner Posts erwähnt, „Topanga = Einfach nur ein weiterer umbenannter OG-Cut, der um 2007/08 in den Clubs in Südkalifornien populär wurde. Einfach nur ein weiterer OG.“
Dass alles ist manchmal sehr komplexe und verwirrend, aber ich würde es gerne einmal zusammenfassen, damit ein besseres Verständnis dafür herrscht, was den Ursprung der Genetik angeht, mit welcher ich arbeite.
Nun aber weiter..
Das Mike Larry Männchen, welches im Jungle Fuel das Topanga Canyon bestäubt hat, ist wiederum ein Gelato #45 gekreuzt mit einem Larry OG F8. Hier ist also wieder Lemon Larry OG und Sour Diesel IBL vorhanden. Man merkt—OG und Sour Diesel vermischen sich immer wieder. Auch das GSC (Thin Mint) / Girl Scout Cookie ist im Stammbaum der Gelato vertreten, was sich eher selten in den True D F2s gezeigt hat.
Im Gegensatz zum Sour Diesel IBL und Lemon Larry OG, welche mehr in eine saure Limetten Richtung gehen, kickt das Gelato 45 mehr in eine intensivere Mints (Minze) Richtung, wie man es z.B. auch aus einem Wedding Cake (Triangle Mints #23 = Triangle Kush x Animal Mints) von JBeezy (@seedjunkycrew) kennt.
Das Sour Kosher Männchen, welches die Jungle Fuel (Topanga Canyon x Mike Larry) bestäubt hat, kam aus Regulären Samen von Crockett (@therealcrockett420). Es ist ein AJ Sour Diesel gekreuzt mit einem Kosher Kush Männchen. Für diejenigen welcher AJ kein Begriff ist—es steht für A**hole Joe aka Joe Murray (@ajsourdiesel), welcher damals und bis zum heutigen Tag für das berüchtigte Sour Diesel bekannt ist. Mehr dazu könnt ihr auf @Seedfinder.eu oder @FirstSmokeoftheDay finden.
Kosher Kush? Das Kosher? Ja genau Das!
Wie kann es sein, dass ein Clone Only Regular ist?
Wie bereits am Anfang erwähnt, hat Crockett sein Kosher mit einem OG Kush gekreuzt, um die Kosher (OG) Kush als Reguläres Saatgut verfügbar zu machen.
Jetzt kann man sich natürlich direkt wieder fragen: Und was war der OG Kush Hybrid, der das Kosher bestäubt hat?
Ich sag euch Leute, das Rabbit Hole ist tief, aber wenn ihr es bis hierhin geschafft habt, Hut ab.
Das OG von Crockett, welches für den Backcross verwendet wurde, ist ein Kosher-Weibchen, gekreuzt mit einem Kosher × Headband-Männchen – drei Generationen (BX3) zum original Kosher hin gekreuzt, bis es diesem wieder am ähnlichsten war.
Jetzt stellt sich vielleicht noch jemand die Frage: Was ist Headband?
Headband ist nichts anderes als ein OG Kush, gekreuzt mit einem Sour Diesel.
Ihr merkt es selbst—Never ending Story.
Besonders signifikante Geschmacksprofile im Headband sind saure Limette, Eukalyptus, Diesel & Gas (Autowerkstatt) sowie leicht erdige Nuancen mit einem gewissen Skunkfunk. ♥



















































