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Forschung & Entwicklung bei Grandma’s Genetics

Zwischen den zahlreichen Blogs und Samenbanken im Cannabis-Bereich haben wir uns als Ziel gesetzt, das Thema Breeding (Züchten) sowie R&D (Forschung und Entwicklung) von Grund auf zu erklären und gleichzeitig zu fördern, sodass auch andere davon profitieren. Wissen sollte in erster Linie immer frei sein und Wissenschaft macht das aus, was wir noch nicht wissen, denn Wissenschaft ist Erkenntnis, welche sich über einen undefinierten Zeitraum immer wieder selbst verbessert. Daher ist es auch schwierig, an gewissen Stellen über Fakten zu sprechen. Es ist wohl eher die altbekannte „Bro-Science“.

Fangen wir aber mit dem eigentlichen Thema an und arbeiten uns langsam durch die einzelnen Punkte durch.

Wofür steht Research & Development in der Landwirtschaft und wie kann man dies am besten auch auf kleinerer Privater Fläche oder im Kollektiv genau so effektiv umsetzen?

Research & Development (R&D) in der Landwirtschaft bezieht sich auf die Erforschung und Entwicklung von neuen Technologien, Praktiken und Verfahren in der Landwirtschaft, um die Effizienz, die Erträge und die Nachhaltigkeit zu verbessern. Dazu gehört beispielsweise die Entwicklung von neuen Saatgutsorten, die Verbesserung von Anbaumethoden, die Erforschung von Schädlingsbekämpfungsmethoden und die Entwicklung von Technologien zur Wasser- und Ressourcenverwaltung.

Um R&D auf kleineren Privatflächen oder im Kollektiv effektiv umzusetzen, gibt es einige Möglichkeiten:

1. Kooperation mit anderen Landwirten: Indem man sich mit anderen Landwirten zusammenschließt, können Ressourcen und Ideen geteilt werden, um gemeinsame Ziele zu erreichen.

Wie der ein oder andere evtl. bereits mitbekommen hat, hatten wir 2022 unser erstes kleines „Research & Development Programm“ gestartet, worauf sich jeder bewerben konnte, der Interesse hatte. Ein paar kleine Voraussetzungen gab es dabei natürlich schon. Uns ist es wichtig, dass unsere Tester den anstehenden Aufgaben gewachsen sind und detailliert Tagebuch in Text und Bildform führen können.

Bei Grandma’s Genetics ist es uns wichtig, neue Genetik erst umfangreich zu testen und testen zu lassen, bevor diese bei positivem Testresultaten ggf. der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wird.

Erst wenn eine neue Kreuzung ausreichend stabil wächst, hat sie die Chance, ins Hauptmenü mit aufgenommen zu werden. Sollte es wichtige Anmerkungen geben, so fügen wir diese immer mit bei.

Unser Ziel ist es, gemeinsam an neuer Genetik zu arbeiten. Sollte ein Tester sogar zwei potenzielle Eltern finden und eine gute Folgegeneration zustande bringen, so kann diese wiederum getestet und in unser Menü mit aufgenommen werden, sollte sie den Ansprüchen der stabilen Genetik gerecht werden.

2. Zusammenarbeit mit Universitäten und forschungsorientierten Organisationen: Durch die Zusammenarbeit mit akademischen Einrichtungen und Organisationen, die sich mit Landwirtschaftsforschung befassen, können Landwirte Zugang zu neuen Technologien und Fachwissen erhalten.

Wir sind stolz und froh zugleich, Studenten von Universitäten und Personen mit akademischen Grad in unseren engsten Kreisen zu haben. Diese unterstützen uns beim Testen neuer Genetik, Forschungsprojekten sowie ausführlichen Berichten und Artikeln.

Wir stehen im ständigen Austausch um neue Ideen, Technologien, Theorien sowie Erkenntnisse zu teilen und zusammenzutragen.

Zusammen mit Lorenz von Research Gardens haben wir bereits zwei Artikel auf unserem Blog veröffentlicht, diese findet ihr hier.

3. Nutzung von Open-Source-Technologien: Es gibt viele Open-Source-Technologien und -Werkzeuge, die Landwirten kostenlos zur Verfügung stehen, um R&D auf ihren Flächen durchzuführen.

Open-Source-Software für Landwirtschaft: Es gibt eine Reihe von Open-Source-Software-Tools, die Landwirten bei der Überwachung und Verwaltung ihrer Felder und Ernten helfen können. Ein Beispiel ist „FarmOS“, eine webbasierte Landwirtschaftsplattform, die es Landwirten ermöglicht, Daten über ihre Felder und Ernten zu sammeln, zu speichern und zu analysieren.

Open-Source-Hardware für Landwirtschaft: Es gibt auch eine Reihe von Open-Source-Hardware-Projekten, die Landwirten bei der Überwachung und Optimierung ihrer landwirtschaftlichen Aktivitäten helfen können. Ein Beispiel ist das „Arduino FarmShield“, ein Open-Source-Kit, das es Landwirten ermöglicht, ihre Felder und Ernten automatisch zu überwachen und zu steuern.

Open-Source-Pflanzensorten: Es gibt auch eine wachsende Bewegung zur Freigabe und Verbreitung von Open-Source-Pflanzensorten, die es Landwirten ermöglicht, ihre eigene Saatgutbank aufzubauen und die Vielfalt zu erhöhen. Ein Beispiel ist „The Open Source Seed Initiative“, eine Organisation, die sich dafür einsetzt, Open-Source-Saatgut zur Verfügung zu stellen und die Vielfalt in der Landwirtschaft zu erhöhen.

4. Teilnahme an Landwirtschaftsausstellungen und -messen: Durch die Teilnahme an Landwirtschaftsausstellungen und -messen können Landwirte neue Technologien und Praktiken entdecken und sich mit anderen Landwirten und Experten austauschen.

Selbstverständlich sind wir auf Ausstellungen sowie Messen vertreten. Wir beschränken uns allerdings auf die wichtigsten Events, wo die meisten unserer Interessenten anzutreffen sind. Es ist zu beachten, dass wir ein kleines Team sind, welches keine großen Budgets oder VC/Investors zur Verfügung hat und somit so wirtschaftlich rentabel wie es nur geht versucht zu arbeiten. Wir bitten daher um Verständnis, sollten wir nicht so leicht aufzufinden sein. Es steht jedoch jedem frei, uns zu kontaktieren, sollte es Nachfragen zu einem unserer Produkte geben oder welche Vertriebspartner auf welchen Messen anzutreffen sind.

5. Nutzung von Online-Ressourcen und -Communitys: Es gibt viele Online-Ressourcen und Communitys, die sich mit Landwirtschaft und R&D befassen und in denen Landwirte Ideen und Erfahrungen teilen können.

Mit Sicherheit bist du auf uns gestoßen, weil du einige unserer Arbeiten bereits von Instagram, Grow Diaries oder anderen Foren kennst. Somit ist es selbsterklärend, dass wir solche Netzwerke und Plattformen nutzen, um unsere Community stetig zu vergrößern. Wir möchten dennoch so unabhängig wie möglich bleiben und würden uns freuen, wenn du unseren Newsletter abonnierst.

Wir senden keine unnötigen E-Mails, welche euch mit ständiger Werbung & Co. belästigen, da uns das Vertrauen und der Seelenfrieden unserer Community sehr am Herzen liegt.

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Was bedeutet es eigentlich zu züchten?

Ziel der Pflanzenzüchtung ist die genetische Veränderung von Pflanzenpopulationen zur Verbesserung der biologischen und wirtschaftlichen Eigenschaften. Sie basiert auf der Selektion von Pflanzen, der Saatgutbehandlung oder der Kreuzung mit anschließender Auswahl von Tochterpflanzen für den nächsten Züchtungszyklus oder der anschließenden Vermehrung als Saatgut einer neuen Pflanzensorte (Saatzucht).

Da Sie nun die offizielle Erklärung zur „Züchtung“ gelesen haben, möchten wir Ihnen ein paar Dinge dazu sagen und eines direkt vorausschicken: Alle Texte hier dienen ausschließlich der Information, der Weiterbildung und der reinen Unterhaltung. Es handelt sich um eine subjektive Meinung, zusammengefasst aus über Jahre gesammelten Erfahrungen und Geschichten.

Wir rufen nicht zur Nachahmung auf oder ähnliches.

Jeder züchtet auf seine eigene Art und Weise. Dinge als „falsch“ oder „richtig“ zu bezeichnen, ist nicht unsere Sache, denn der kreativen Freiheit sind keine Grenzen gesetzt. Manche arbeiten gerne auf großen Feldern, andere bevorzugen einen kleinen Garten mit kleinen Töpfen, denn es ist der Samen, der jede Pflanze einzigartig macht.

Siehe auch: Genotyp vs. Phänotyp – Was ist der Unterschied?

Jeder Züchter ist sein eigener Schmied, Koch und Lehrer zugleich und das ist auch gut so, denn jeder macht seine eigenen Erfahrungen und erzählt so seine eigene universelle Geschichte. Doch zwischen all den interessanten Geschichten wird eines immer gleich bleiben. Züchten bedeutet, eine Menge Zeit und Mühe zu investieren. Denn neue und interessante Terpenprofile gibt es nicht an jeder Ecke und nicht jede weibliche Pflanze verträgt sich mit jeder männlichen.

Zur Züchtung neuer und interessanter Sorten gehört es, ein breites Spektrum an Samen zu pflanzen, um eine möglichst große Auswahl an Genotypen und Phänotypen zu haben.

Von diesen Samen wählen die meisten Züchter die stabilsten Sorten aus, die sie in Aussehen, Wachstum, Geruch und Geschmack (bei weiblichen Pflanzen) am ansprechendsten finden. Genaue Labortests von Canabinoiden, Terpenen und Mikroorganismen helfen den heutigen Züchtern, ihre stärksten Phänotypen auszuwählen, die dann mit ihren ausgewählten männlichen Pflanzen bestäubt werden. Es entsteht ein neuer Genpool (F1). Der Züchter könnte nun durch erneute Selektion eine F2-Generation erzeugen oder an einer Rückkreuzung arbeiten, die mit demselben (bereits selektierten) Männchen entwickelt werden kann.

Siehe auch: Wofür steht F1, S1, BX1 & IBL?

Einige Züchter ziehen es vor, ihre bevorzugten Phänotypen zu feminisieren. Dazu werden meist Chemikalien wie STS (Silberthiosulfat) oder andere eingesetzt. Dazu wird die weibliche Pflanze „reserviert“, d.h. mit STS besprüht, um die weiblichen Hormone in der Pflanze zu stoppen, so dass sie männliche Merkmale wie Pollensäcke entwickelt, die wiederum zur Bestäubung verwendet werden, um den feminisierten Samen (S1) zu produzieren.

Siehe auch: Unterschiede zwischen Regulären, Feminsierten und Automatischen Saatgut

Wie Sie sehen, verliert sich dieses Thema sehr schnell in verschiedenen Unterthemen und Möglichkeiten. Um auf jedes davon näher einzugehen, bräuchte man mehrere Blogs. Wir hoffen, dass Ihnen dieser kleine Einblick so weit helfen konnte.

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